Es gibt diesen einen Moment, in dem alles zusammenkommt. Nicht laut, nicht dramatisch. Eher leise. Wie eine Tür, die sich öffnet und du weißt: Da will ich durch.

Für mich war dieser Moment eine Reihe von Momenten. Ein Riss in einer Arterie, der mich fast das Leben gekostet hat. Panikattacken, die mich monatelang nicht aus dem Haus gelassen haben. EMDR, das mir in zwei Sitzungen gezeigt hat, dass Heilung möglich ist. Eine Ehe, die mich geformt hat, auf eine Weise, die ich mir nicht ausgesucht hätte. Ein kleiner Junge, für den ich mich entschieden habe, jeden Tag neu. Und zehn Jahre im Steinmetzbetrieb meiner Eltern, in denen ich gelernt habe, was es heißt, da zu sein, wenn jemand den schlimmsten Tag seines Lebens hat.

SOULS ist das, was aus all dem entstanden ist. Kein Plan, den ich am Reißbrett entworfen habe. Sondern die Konsequenz eines Weges, den ich gegangen bin.

Ich habe diesen Raum gegründet, weil ich glaube, dass Frauen einen Ort verdienen, an dem sie nichts erklären müssen. An dem sie nicht funktionieren müssen. An dem alles da sein darf, was gerade da ist.

Wenn du das hier liest und denkst: Das klingt nach mir, dann bist du hier richtig. Und wenn du denkst: Ich bin mir nicht sicher, dann bist du auch hier richtig. Beides ist okay.

Ich bin da.

Anika Christ

Traumasensible Beraterin und Begleiterin. Gründerin von SOULS. Mama. In Bendorf bei Koblenz.

Weitere Beiträge